Mehr als vier Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs stammt aus Biogasanlagen, errechnete der Fachverband Biogas. Damit würden jährlich 17,6 Mio. t CO2 eingespart, heißt es. Insgesamt erzeugten im Jahr 2013 bundesweit 7.850 Biogasanlagen rund 24,3 Terawattstunden Strom - und versorgten damit knapp
sieben Mio. Haushalte.

Doch der Zubau der Biogas-Anlagen tendiert gegen Null, befürchtet der Fachverband Biogas. „Im Vergleich zum Vorjahr stellen wir für den Biogasmarkt einen deutlichen Einschnitt im Neuanlagengeschäft fest“, erläutert Geschäftsführer Manuel Maciejczyk. Im vergangenen Jahr waren 335 Biogasanlagen mit einer Leistung von zusammen 191 Megawatt neu ans Netz gegangen.

Für 2014 erwartet der Fachverband einen drastischen Einbruch: Gerade mal 37 MW werden nach Einschätzung von Experten in diesem Jahr neu ans Netz gehen. Hinzu könnten rund 90 MW durch Repowering- und Flexibilisierungsmaßnahmen kommen. Damit erreicht die Biogasbranche ein historisches Tief. Maciejczyk sieht damit Biogas als Verlierer des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und der Diskussion um „die vermeintlich hohen Kosten der Energiewende“.

Von den mehr als 63.000 Arbeitsplätzen im Jahr 2011 waren Ende 2013 noch 41.000 übrig – Tendenz weiter fallend, rechnet er vor. Betroffen seien vor allem die strukturschwachen ländlichen Regionen, weiß der Verbandsvertreter. (hed)
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