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Rinderwahnsinn und Maul- und Klauenseuche stürzen auch die Zuchtviehvermarktung in eine tiefe Krise. Nach Angaben des Landvolkverbandes macht die Zuchtrinder-Erzeugergemeinschaft Hannover (ZEH) bereits Kurzarbeit und rechnet für das im September endende Geschäftsjahr trotz des glänzenden Starts mit einem Verlust. Wie der größte deutsche Schwarzbunt-Zuchtverband bei der Vorlage seines Geschäftsberichts mitteilte, sind die Umsätze im März gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat um 80 Prozent zurückgegangen, im April wird der Rückgang vermutlich noch größer sein.
Das vormals starke Exportgeschäft war bereits auf Grund des von vielen Drittländern wegen der BSE-Krise ausgesprochenen Importverbots aus der EU fast zum Erliegen gekommen. Auf Grund des Einbruchs im Export hat das Zuchtviehkontor München als Hauptabnehmer, an dem die ZEH finanziell beteiligt ist, bereits den Geschäftsbetrieb eingestellt und alle Mitarbeiter entlassen. Seit die Maul- und Klauenseuche hinzu gekommen ist und ein Transportverbot für Klauentiere ausgesprochen wurde, sind die Aktivitäten der ZEH nahezu völlig zum Erliegen gekommen. Alle Auktionen und Tierschauen mussten vorerst abgesagt werden, aber auch das Ab-Hof-Geschäft ist wegen der Transportauflagen nahezu unmöglich gewesen. (ED)
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