Rübenkampagne

Zucker macht Sprung nach oben


In den vergangenen vier Wochen haben die Rüben in Westdeutschland beim Zuckergehalt mächtig aufgeholt. Die Zuwächse liegen deutlich höher als üblich, teilt der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ) mit. Besonders ausgeprägt sei diese Entwicklung im Einzugsgebiet der Zuckerfabrik in Euskirchen. Während der Zuckergehalt hier normalerweise pro Woche um rund 0,18 Prozent zulegt, war es in diesem Jahr mit 0,4 Prozent mehr als doppelt so viel. Der Rübenertrag wuchs allerdings nicht im üblichen Maße, schränkt das LIZ ein.

Die Werke im Westen starteten mit einem unterdurchschnittlichen Zuckerertrag in die Kampagne. Insbesondere die Zuckergehalte hatten zu diesem Zeitpunkt noch Nachholbedarf. Zwar ist überall der Zuckerertrag gestiegen, auf regionaler Ebene zeigen sich dennoch deutliche Unterschiede. In Jülich würden Zuckererträge von 9 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt gerodet. Euskirchen liege im Schnitt, doch Appeldorn und Lage bleiben 10 Prozent unter dem Fünfjahresdurchschnitt, so der LIZ.

Erschwert werden die Rodearbeiten durch die ergiebigen und flächendeckenden Regenfälle. Dies gilt vor allem für schwere Böden. Zum Glück reichten zumeist die Feldvorräte, um die Fabrikversorgung sicherzustellen. Lediglich in Lage und Könnern musste die Verarbeitung vorübergehend geringfügig reduziert werden. Ab der Wochenmitte wurden die Erntearbeiten wieder aufgenommen. Die aktuell trockene und etwas mildere Witterung hat dazu beigetragen, dass nun wieder gute Erntebedingungen herrschen. (SB)
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