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Heftig ist die Kritik der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker (WVZ) an den jetzt bekannt gewordenen Kommissionsvorschlägen zur Reform der EU-Zuckermarktordnung. "Mit Nachdruck werden wir bei der EU und der deutschen Regierung deutlich machen, dass mit den geplanten Preissenkungen keine nachhaltige Zuckererzeugung in Deutschland mehr möglich ist", sagte WVZ-Sprecher Dr. Dieter Langendorf gegenüber der Agrarzeitung Ernährungsdienst. Wie diese in ihrer Samstagsausgabe berichtet, werden in Deutschland Einnahmeausfälle von über 600 Mio. EUR jährlich erwartet. Langendorf wies darauf hin, dass es sich bei den jetzt bekannten Vorschlägen um keine offizielle Verlautbarung der EU handle. Diese sei für den 22. Juni angekündigt worden. Bis dahin rät der Verband Süddeutscher Zuckerrübenanbauer der EU-Kommission, ihre Vorschläge im Interesse Europas zu überdenken. (da)
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