Zuckerfonds unter Dach und Fach


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Auf einen besser ausgestatteten Restrukturierungsfonds für die Zuckerindustrie haben sich die EU-Agrarminister heute in Brüssel verständigt. Die nach der Reform der Zuckermarktordnung ins Stocken geratene Quotenrückgabe soll nun wieder in Gang kommen. Damit auch wettbewerbsfähige Raffinerien in der EU Quoten zurückgeben, wurden die Anreize erhöht. Betriebe, die bis zum 31. Januar 2008 auf 13,5 ihrer Quote verzichten, brauchen für das Vorjahr keine Umstrukturierungsprämie mehr zu zahlen. Bis zum 31. März 2008 wird die Kommission die Zuckerindustrie informieren, ob die bis dahin zurückgegebene Menge ausreichen wird. Da bisher 2,2 Mio. t zurückgegeben wurden, müssen noch weiter 3,8 Mio. t in der EU zusammenkommen. Falls nicht, wird die Kommission im Februar gegebenenfalls einen Kürzungssatz für die ausstehende Restmenge festsetzen. dann droht noch keine Kürzung ohne Ausgleichzahlungen. In einer 2. Phase dürfen Zuckerhersteller, die sich bis dahin am Fonds beteiligt haben, erneut für einer Rückgaberunde inklusive Prämie entscheiden. Von der ursprüngliche Idee, mit der Preissenkung die Wettbewerbsfähigkeit der Zuckerproduktion zu stärken, sei man inzwischen weit entfernt, kritisierte Dänemark in Rat. Auch Finnland, die Tschechische und die Slowakische Republik sowie Polen lehnten den neuen Fonds ab.(Mö)
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