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Die geplant Reform der Zuckermarktordnung wird nach den Worten von John Benstedt-Smith aller Voraussicht nach im Juli 2006 in Kraft treten. Der EU-Direktor für Wirtschaftsanalysen will bis zu den WTO-Verhandlungen im Dezember dieses Jahres in Hongkong den Gesetzestext für die Zuckerreform erarbeitet haben. Dies sagte Benstedt-Smith vor über 500 Rübenbauern, die auf Einladung der SPD-Bundestagsfraktion heute nach Hildesheim gekommen waren.

Dr. Ulrich Nöhle, Vorstandsvorsitzender der Nordzucker AG, Braunschweig, macht sich große Sorgen um die deutsche Zuckerwirtschaft, wenn die geplanten Preissenkungen und Quotenkürzungen in ihrer jetzigen Form in Kraft treten. Er befürchtet in der EU einen Verlust von 100.000 Arbeitsplätzen. Der Nordzucker-Chef schlug vor, zunächst die Entscheidung des WTO-Panels abzuwarten. Heftig kritisierte er das EBA-Abkommen (Alles-außer-Waffen), das den Zuckereinfuhren Tür und Tor öffne. Vielmehr sollten in den laufenden Verhandlungen auch die Umwelt- und Sozialstandards in den Ländern berücksichtigt werden. (da)

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