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Zuckerrübenpflanzen der KWS AG, Einbeck, die tolerant gegen das Herbizid Liberty sind, haben in Freilandversuchen auch Toleranzen gegenüber dem Herbizid Roundup gezeigt. Wie der Züchter dazu mitteilt, seien Versuche mit KWS-Saatgut vom Kooperationspartner Aventis in Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden durchgeführt worden. Dabei seien einige Pflanzen aufgefallen, die gegen beide Herbizide tolerant sind. Die Ursache für die unbeabsichtigte Roundup-Toleranz war nach Angaben der KWS eine Auskreuzung bei der Vermehrung des Pollenspenders im Gewächshaus gewesen. Der Anteil der Pflanzen, bei denen beide Toleranzgene festgestellt worden sind, habe bei rund 0,5 Prozent gelegen. Der Zuckerrübenanbau in der Landwirtschaft sei von dieser Auskreuzung nicht betroffen, berichtet die KWS weiter. Sie sei nicht in kommerziellen Saatgut aufgetreten, sondern lediglich in Versuchssaatgut. Die entsprechenden Saatgut-Partien seien mittlerweile gesperrt und würden nicht mehr zur Aussaat kommen. Die Versuchspflanzen selbst würden - wie bei Freilandversuchen mit gentechnisch veränderten Pflanzen üblich - nach Beendigung des Versuches vermehrungsunfähig gemacht. (ED)
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