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Die Zuckerrübenkampagne 2004 verläuft ausgesprochen erfreulich. Das überdurchschnittlich gute Wetter sorgte im Oktober für einen enormen Zuwachs und beschert Rübenerzeugern wie Verarbeitern gute Erträge und Zuckergehalte. Mittlerweile konnte bereits gut die Hälfte geerntet werden, berichtet die Agrarzeitung in ihrer heutigen Ausgabe. In diesem Jahr wird eine Erntemenge von 25,55 Mio. t (Vorjahr 23,7) bei guten Rodebedingungen erwartet. Die in diesem Jahr geringere Anbaufläche konnte durch die guten Erträge mehr als kompensiert werden. Der Zuckergehalt liegt bislang im Schnitt bei 17,58 (17,78) Prozent. Spitzenreiter beim Zuckergehalt sind nach dem jüngsten Bericht der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker von Dienstag dieser Woche Brandenburg und Sachsen-Anhalt mit 18,98 und 18,81 Prozent, gefolgt von Bayern mit 18,02 Prozent. Aber auch in den anderen Anbauregionen wurden Werte von über 17 Prozent ermittelt. Die Hektarerträge, die bislang noch auf durchschnittlich 58,2 t geschätzt wurden, können an die 60 t herankommen oder diese gar überschreiten. In Süddeutschland rechnet man im Schnitt mit 65 t, im Westen mit 60 t/ha.

Unter dem Strich führen die enormen Zuwächse in den vergangenen Wochen dazu, dass die erwartete Zuckererzeugung in Deutschland die Marke von 4-Mio. t erreichen könnte. Bei einer Gesamtquote von 3,417 Mio. t würde dies einen C-Zuckeranteil, der am Weltmarkt abgesetzt werden muss, von etwa 600.000 t bedeutet. Die Septemberschätzung der WLV, die noch von 494.000 t C-Zuckerproduktion ausging, wird auch bei vorsichtiger Schätzung deutlich überschritten werden. Denn bei weiterhin gutem Herbstwetter können die Erntemenge und die Zuckergehalte nochmals ansteigen. (cd)

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