Jahresabschluss

Zuckerrüben versüßen KWS-Ergebnis

Die KWS-Gruppe erzielt in der Geschäftssaison 2015/16 einen Umsatz von etwa 1,0 Mrd. €, was einem Plus zum Vorjahr von 5,2 Prozent entspricht. Das Betriebsergebnis (Ebit) erreichte 112,8 (Vorjahr: 113,4) Mio. €. Die Wachstumspolitik sei fortgesetzt und die Aufwendungen für Forschung & Entwicklung sowie für den Vertrieb um knapp 16 Mio. € ausgeweitet worden. Für das kommende Geschäftsjahr erwartet KWS laut eigenem Bekunden eine leichte Steigerung der Ebit-Marge, bei abgeschwächtem Umsatzwachstum.

„Der Ausbau der Geschäftstätigkeit unterlag unterschiedlichen Einflussfaktoren", so Hagen Duenbostel, Sprecher des Vorstands der KWS. Zu Währungsabwertungen sei es in Wachstumsregionen wie Brasilien, Argentinien, Russland oder der Ukraine gekommen; diese hätten den in Euro konsolidierten Umsatz deutlich gemindert. Der Aufwand für Forschung & Entwicklung wurde 2015/16 um 4,5 Prozent auf 182,4 Mio. € erhöht.

Im Segment Mais wurde der Umsatz um 5,4 Prozent auf 795,2 Mio. € gesteigert. Besonders in Südamerika verbesserte KWS die Wettbewerbsposition. In Europa konnten die rückläufigen Anbauflächen nicht überall durch Marktanteilsgewinne ausgeglichen werden, es kam zu Umsatzrückgängen. Insgesamt ging das Ebit - unter anderem auch aufgrund höherer Herstellungskosten - um 24,5 Prozent auf 63,6 Mio. € zurück.

Im Segment Zuckerrüben wurde der Umsatz in allen wesentlichen Regionen ausgebaut; er stieg um 12,5 Prozent auf 439,5 Mio. €. Das Plus wurde von Flächenausweitungen in Europa und Asien begleitet. Das Ebit kletterte um 27,5 Prozent auf 118,6 Mio. €.

Die Umsätze des Segments Getreide erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,0 % auf 118,0 Mio. €. Dieser Anstieg geht laut KWS hauptsächlich auf die erstmals vollständig konsolidierten Erlöse der französischen Tochtergesellschaft Momont zurück. Das für das Getreidesegment wichtige Hybridroggengeschäft war wie erwartet rückläufig. Dagegen stieg der Umsatz aus dem Verkauf von Gerstensorten, unter anderem bei Braugerste. Das Ebit des Segments ging auf 9,0 (12,0) Mio. € zurück. (Sz)
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