Gedämpfter Ausblick

Zuckerrübensaatgut treibt Gewinn von KWS

Der KWS Vorstand
-- , Fotos: KWS
Der KWS Vorstand

Die KWS Gruppe hat nach Ablauf des Geschäftsjahres 2016/2017 (Juli/Juni) den Umsatz um 3,7 Prozent auf 1,1 Mrd. € gesteigert. Das Betriebsergebnis (Ebit) der KWS Gruppe erreichte im Berichtsjahr 2016/17 rund 131 Mio. €. Dabei wirkte sich der Verkauf des operativen Kartoffelgeschäfts an Stet Holland B.V. positiv aus. KWS zahlt eine Dividende von 3,20 für das Ende Juni abgelaufene Geschäftsjahr.

Umsatzwachstum in Südamerika und Europa

Finanzvorstand Eva Kienle veranschaulichte heute in Frankfurt am Main die Entwicklungen der einzelnen Segmente. Obwohl KWS erneut einen um fast vier Prozent höheren Umsatz von Maissaatgut von 825,3 (795,2) Mio. € erzielen konnte, mache das Maisgeschäft in Europa, Nordamerika und China keine Freude, sagte Kienle. Nur noch in Südamerika laufe der Verkauf von Maissaatgut flott. Das operative Geschäft Zuckerrüben profitierte dafür von einem Anstieg der Anbauflächen in der EU und in Osteuropa. Der Umsatz stieg leicht auf 454,6 Mio. €. Das Segment erzielte eine Ebit-Steigerung auf 151 (118,6) Mio. €. Beim Roggen hat KWS in Polen und Deutschland einstecken müssen, sagte Kienle. Zusätzlich führte im Segment Getreide die Abwertung des britischen Pfunds zu einem rückläufigen Umsatz von 109,3 (118) Mio. €. Die Umsatzerlöse des Segments Corporate werden durch die landwirtschaftlichen Betriebe und Forschungsausgaben in Deutschland erwirtschaftet.

Hagen Duenbostel, Sprecher des KWS-Vorstands, bezeichnete in Frankfurt am Main das Portfolio als wettbewerbsstark und verweist auf die vielen Sortenanmeldungen des Unternehmens. Die Zukunft des Agrargeschäftes sieht der Pflanzenzüchter im Blick auf die Preisentwicklung bei Mais, Getreide und Zucker gedämpft. Es sei kein Selbstläufer, dass Roggen- und Maissaatgut wieder mehr verkauft werde und die Zuckerrübenanbaufläche so hoch bleibe, ergänzt Kienle. (da)
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