Konzernbilanz

Zuckersegment belastet Agrana


Die Agrana Beteiligungs-AG, Wien, erzielte im Geschäftsjahr 2014/15 einen Konzernumsatz von knapp 2,5 Mrd. €. Damit bestätigten die Österreicher heute den Rückgang zum Vorjahr um rund 12 Prozent, der bereits Anfang April in einer Ad-hoc-Mitteilung in Aussicht gestellt wurde. Der negative Trend ist den Angaben zufolge insbesondere auf gesunkene Zucker-, aber auch niedrigere Isoglucose-, Ethanol- und Fruchtsaftkonzentratpreise zurückzuführen.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (Ebit) gibt Agrana für 2014/15 mit 121,7 (Vorjahr: 166,9) Mio. € an. Auch hier werden sinkende Zuckerkurse als Begründung für den „deutlichen" Ergebnisrückgang angeführt. Agrana erwartet, dass in diesem Geschäftsfeld auch die kommenden Monate „sehr herausfordernd bleiben".

Als Ergebnisstütze hätten sich die beiden Geschäftssegmente Stärke und Frucht erwiesen. „Wenngleich im Segment Zucker derzeit keine kurzfristige Trendumkehr zu sehen ist und wir für das laufende Geschäftsjahr nicht damit rechnen, das Vorjahresergebnis zu erreichen, gehen wir mittelfristig wieder von steigenden Margen in allen Segmenten aus", gibt sich Agrana-Vorstandsvorsitzender Johann Marihart optimistisch. Der Konzern halte unverändert an seiner Strategie der Diversifizierung in drei Standbeine fest und ergreife Maßnahmen zu deren Stärkung.

„Aus heutiger Sicht gehen wir von einer stabilen Entwicklung beim Konzernumsatz aus. Beim Ergebnis der Betriebstätigkeit erwarten wir eine deutliche Abschwächung", so Marihart mit Blick auf die neue Geschäftssaison 2015/16. (Sz)
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