Im Jahr 2016 sollen die Zuckerquoten enden. Branchenverbände haben Vorbehalte gegenüber den Plänen der EU-Kommission. Mit ihren derzeit kursierenden Überlegungen, die Zuckermarktordnung nur noch bis zum 1. Oktober 2016 beizubehalten, riskiert die EU-Kommission einen weiteren Rückgang der Zuckererzeugung aus Rüben in der EU. Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ) als Vertreter der deutschen Zuckerindustrie zeigt sich angesichts der Pläne besorgt um die künftige Selbstversorgung des europäischen Marktes mit Zucker. Das bestehende Mengenmanagement ist deshalb in Verbindung mit den Rübenmindestpreisen weiterhin ein unverzichtbares Instrument, teilt die WLZ mit. Nach den Berechnungen der EU-Kommission würden die Rübenpreise bis 2020 im Vergleich zum Wirtschaftsjahr 2009/10 um rund 20 Prozent sinken. Die WVZ plädiert für eine Aufrechterhaltung der Zuckermarktordnung bis mindestens 2020. (az)
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