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Nach Angabe der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG)-Niederlassung Halle erhielt die Privatisierung von ehemals volkseigenen Äckern, Wiesen und Wäldern im südlichen Sachsen-Anhalt dieses Jahr einen kräftigen Schub. So werden 2001 rund 5.100 ha Acker- und Grünland sowie 550 ha Wald verkauft. Allein dadurch erwartet die BVVG Halle laut Angabe ihres Niederlassungsleiters, Arnfried Knüpfer, Erlöse in Höhe von 30 Mio €. Weitere 12 Mio. € bringe die Verpachtung ein. Bis zum Ende der Antragsfrist für EALG-Käufe (= begünstigter Flächenerwerb gemäß Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz) am 31. August 2001 sind 922 Anträge für insgesamt 44.000 ha eingegangen. Das sind nach Angabe der Mitrteldeutschen Zeitung über 50 Prozent der von der BVVG in der Region verpachteten Flächen. Dabei seien nicht alle Pächter am Kauf interessiert, viele nutzten auch die Möglichkeit der Pachtverlängerung von 12 auf 18 Jahre. Viele LPG-Nachfolger scheuten den Aufwand, schreibt das Blatt, die ordnungsgemäße Vermögensauseinandersetzung nachzuweisen. Ohne diesen Nachweis bleiben sie aber vom begünstigten Flächenerwerb ausgeschlossen.(Bm)
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