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Als "solide" bilanzierte der Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V. das zurückliegende Geschäftsjahr 2003 auf dem 114. Verbandstag des Verbandes vergangene Woche in Oldenburg. Die 248 genossenschaftlichen Unternehmen hätten auch in Anbetracht des konjunkturellen Tiefs zufrieden stellende Geschäftsergebnisse erzielt. Dabei verzeichneten die 63 Volks- und Raiffeisenbanken mit einem Bilanzvolumen von 13,3 Mrd. EUR ein Plus von 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, führte Verbandsdirektor Georg Litmathe aus. Zuwächse habe die genossenschaftliche Bankengruppe sowohl bei den Kundeneinlagen als auch im Kreditgeschäft verbuchen können. Das Betriebsergebnis der Bankengruppe konnte auf 1,17 Prozent verbessert werden (Vj. 1,08).

Die 53 Unternehmen der Waren führenden Genossenschaften verzeichneten ein Umsatzwachstum um 1,7 Prozent auf rund 914 Mio. EUR. Allerdings werde sich das Warengeschäft in Folge der "zum Teil dramatischen Einkommenssituationen der Landwirte zunehmend schwieriger gestalten", teilte das Unternehmen mit.

Die 29 Viehvermarktungsorganisationen haben im vergangenen Jahr preisbedingte Umsatzrückgange um 14 Mio. EUR auf 621 Mio. EUR hinnehmen müssen.

Für die zum Genossenschaftsverband gehörenden Molkereien sei das Jahr 2003 geprägt gewesen durch höhere Milchanlieferungen bei positiven Verbrauchsentwicklungen und anhaltendem Preis- und Kostendruck, führte Litmathe aus. Der Milchauszahlungspreis sei auf 27,04 Cent je kg Milch gesunken (Vj. 28,25 Cent).

Die weiteren Geschäftssparten des Genossenschaftsverbandes Obst- Gemüse- und Blumenvermarktung (190,4 Mio. EUR, plus 7,5 Prozent) und Energieversorgung (22,5 Mio. EUR, plus 11,4 Prozent) konnten ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr steigern. Bei den Fischereigenossenschaften wurde ein Umsatz-Minus von 10 Prozent auf 8,9 Mio. EUR bilanziert. (ED)

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