Bauernverband

Zugang zum britischen Markt offenhalten

Bei den Brexit-Verhandlungen hat für den Deutschen Bauernverband (DBV) ein offener Markt mit dem Vereinigten Königreich hohe Priorität. „Das Vereinigte Königreich ist für die deutsche Landwirtschaft ein wichtiger Markt“, erklärte DBV-Präsident Joachim Rukwied bei einem Pressegespräch in Berlin. 2015 wurden aus Deutschland für 4,8 Mrd. € Agrargüter und Lebensmittel auf die britische Insel geliefert. Der Agrar-Exportüberschuss Deutschlands mit dem Vereinigten Königreich liege mit 3,4 Mrd. € fast doppelt so hoch wie insgesamt in die USA exportiert wird, so Rukwied.

Auch die Folgen des Brexits für die Gemeinsame Agrarpolitik seien gravierend. So gehöre das Vereinigte Königreich trotz des „Briten-Rabatts“ zu den Nettozahlern. Die Einzahlungen übertreffen die Rückzahlungen um 7 Mrd. €. „Im Agrarhaushalt würden also nach einem Brexit bei proportionalen Kürzungen in allen Haushalten über 3 Mrd. € fehlen“, erklärte Rukwied. (SB)
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