Zukunft von SKW Piesteritz ungewiss

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Die geplante Fusion von Degussa-Hüls AG, Frankfurt a.M. und SKW Trostberg AG, Trostberg, zur weltweit führenden Spezialchemiegruppe mit dem Namen Degussa AG, Düsseldorf, beschert der SKW-Tochter SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH, Wittenberg, eine unsichere Zukunft. Der Start für die neue Degussa AG ist nach Zustimmung der zuständigen Gremien beider Unternehmen für Anfang 2001 angesetzt. Sie wird sich ganz auf sechs Kerngeschäfte der Spezialchemie konzentrieren. Alle anderen Aktivitäten sollen in den kommenden zwei Jahren abgegeben werden. Auf der Verkaufsliste stehen bei Degussa-Hüls unter anderen Asta Medica und bei SKW Trostberg die SKW Piesteritz. Genauere Angaben über die weitere Zukunft des wichtigsten Harnstoffproduzenten in Deutschland wollte ein Unternehmenssprecher gegenüber Agroonline nicht machen. Insgesamt werden durch die Abgabe der Nicht-Kerngeschäfte Erlöse von rund 3 Mrd. Euro erwartet und in den Ausbau der Spezialchemie investiert.

Die Gründung der Degussa AG ist ein weiterer Schritt zu der geplanten Fusion von Veba und Viag zur E.ON-Gruppe. An der neuen Degussa AG wird E.ON entsprechend der bisherigen Beteiligungsquoten einen Anteil von rund 64 Prozent halten. Veba ist bisher Großaktionär bei Degussa-Hüls, und hält zusammen mit der Petroleus de Venezuela SA 37,5 Prozent an der PCK Raffinerie in Schwedt, wo auch Düngemittel hergestellt werden. Die Viag AG, München, ist mit 63,7 Prozent Mehrheitsaktionär bei SKW Trostberg. SKW Piesteritz ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der SKW Trostberg. (da)
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