Zulassungslücken bei Sonderkulturen gemeinsam schließen

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Für die Anbauer von Sonderkulturen wird das Angebot an Pflanzenschutzmitteln auf Grund der im Pflanzenschutzgesetz verankerten Indikationszulassung immer geringer. Bisher konnten sie am Angebot anderer Ackerkulturen partizipieren. Darauf wies Dr. Reinhard Schietinger von der Landesanstalt für Pflanzenbau, Mainz, im Rahmen einer Tagung der Firma Zeneca gestern in Leipzig hin. Er appellierte an die Industrie, vermehrt Anträge auf weitere Anwendungsgebiete parallel zur Zulassung zu stellen. Dies sei nach §18 des Pflanzenschutzgesetzes möglich. Dadurch könnten Indikationslücken für Sonderkulturen dauerhaft schneller geschlossen werden. Ein Beispiel sei das neue Zeneca-Produkt Ortiva mit dem Wirkstoff Azoxystrobin zur Bekämpfung von Pilzerregern, das in Deutschland vertrieben wird. Bisher habe Zeneca Zulassungsanträge in rund 30 Kulturen mit über 60 Anwendungsgebieten gestellt. Von der Biologischen Bundesanstalt (BBA), Braunschweig, seien inzwischen bereits die ersten Anwendungen in Spezialkulturen für Ortiva ausgewiesen. (bbm)
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