Zulassungsverfahren für GV-Maissorte Artuis ausgesetzt

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Der Pflanzenzüchter KWS Saat AG, Einbeck, hat jetzt beim Bundessortenamt die Aussetzung des Zulassungsverfahrens für die gentechnisch veränderte Silomaissorte Artuis beantragt. Dadurch sollen laut KWS zum einen die zuständigen Behörden genügend Zeit für eine sorgfältige Prüfung der anstehenden Fragen haben. Zum anderen wolle das Unternehmen einer möglichen Aufnahme der Konsensgespräche im Rahmen der Kanzlerinitiative nicht im Wege stehen. Es gehe KWS nicht um die Zulassung einer einzelnen Sorte, sondern viel mehr darum, einen Konsens im Umgang mit der Grünen Gentechnik zu finden, erläuterte ein Unternehmenssprecher. Bedenken gegen die Zulassung bestünden nach wie vor nicht.
Ursprünglich war die Zulassung für den kommerziellen Anbau der Sorte Artuis, die gegen das Totalherbizid Liberty resistent ist, für Anfang Juni geplant. Die Entscheidung wurde jedoch auf Betreiben von Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast im Einvernehmen mit dem Bundessortenamt und der KWS vertagt. Zur Begründung hieß es: Es seien noch lebensmittelrechtliche Prüfungen gemäß der Novel-Food-Verordnung im Sinne eines vorbeugenden Verbraucherschutzes notwendig. (AW)
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