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Das in Deutschland ab dem Jahr 2006 geltende Käfigverbot für Legehennen eröffnet den EU-Beitrittsländern verbesserte Exportchancen. Dies sei das Ergebnis einer Studie der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP), Bonn, berichtet der Informationsdienst LZ-Net. Damit dürften zunehmende Mengen an Billigeiern aus konventioneller Käfighaltung nach Deutschland geliefert werden, heißt es weiter. Zwar müßten auch die EU-Mitglieder die Brüsseler Beschlüsse zur Abschaffung der konventionellen Käfighaltung umsetzen, den Regelungen folgend aber erst mit Ablauf des Jahres 2011. Danach sei die Haltung nur noch in so genannten "ausgestalteten Käfigen" möglich, welche sich auch in den mittelosteuropäischen Ländern zum Standard entwickeln werden. In den neuen Mitgliedsländern ohne Malta und Zypern seien im Jahr 2002 mehr als 18 Mrd. Eier erzeugt worden. In deutschen Betrieben mit mehr als 3.000 Legehennenplätzen waren es den Angaben zufolge mit 9,9 Mrd etwa 50 Prozent davon. Als Eier-exportorientierte Länder werden Polen und insbesondere Tschechien genannt. Auch Litauen als kleines Erzeugerland habe sein Auslandsgeschäft stark ausgeweitet. Dort werde die zur Ausfuhr bestimmte Ware überwiegend in modernen Anlagen erzeugt, wobei häufig Gemeinschaftsunternehmen mit Produzenten aus der bisherigen EU-15 Gemeinschaft gegründet worden seien. (ED)
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