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Die Privatisierung ehemals volkseigener Äcker und Wiesen nach dem Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EALG) kommt langsamer auf Touren als erwartet. Dies berichteten die Geschäftsführer der DVVG Bodenverwertungs- und- verwaltungs GmbH, Berlin, Dr. Wolfgang Horstmann und Dr. Wilhelm Müller, auf der heutigen Bilanz-Pressekonferenz in Berlin. Wenige Wochen vor dem 31. August 2001, dem Ende der Antragsstellungsfrist, wurden von weniger als der Hälfte der Antragsberechtigten, das heißt vor allem der Pächter, Interesse am Kauf bekundet. Ursachen der Zurückhaltung, die auch bei der Abwicklung von Käufen festzustellen sei, seien in der Verunsicherung der Landwirtschaft durch BSE, MKS, durch die Agrarwende sowie relativ günstige Pachten zu sehen. Insgesamt möchte die BVVG in 2001 45.000 ha Acker und Grünland nach dem EHLG verkaufen. Im ersten Halbjahr 2001 wurden 22.080 ha veräußert. (GH)
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