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Das Programm des Landes Nordrhein-Westfalen zur Förderung einer vielfältigen Fruchtfolge im Ackerbau ist von der EU-Kommission im laufenden Antragsverfahren mit einer zusätzlichen Auflage versehen worden. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV), Bonn, dazu mitteilt, hat die Kommission zur Vermeidung von Nitratauswaschungen darauf gedrängt, dass nach Leguminosen eine überwinternde Folgefrucht angebaut werden soll. Im weiteren Beratungsverfahren sei es gelungen, dass nicht nur überwinternde Folgefrüchte, sondern auch Zwischenfrüchte, die über Winter den Boden bedecken, die Anbauverpflichtung nach Leguminosen erfüllten. Somit könnten nun auch Senf oder Ölrettich nach Leguminosen angebaut werden.

Nach Angaben des RLV habe das Programm zur Förderung einer vielfältigen Fruchtfolge im Ackerbau im Vorfeld dieser Richtlinienergänzung in der nordrhein-westfälischen Praxis eine gute Resonanz gefunden. Jetzt führe die nachträgliche Verschärfung des Fruchtfolgeprogramms bei einigen Antragstellern zu berechtigtem Unmut und der Fragestellung, ob das Fruchtfolgeprogramm nach dieser neuerlichen Verschlechterung nicht seine Attraktivität eingebüßt hat. (ED)

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