Zuckermarkt

Zusammenschluss dementiert


In dieser Woche sorgten Meldungen für Aufsehen, wonach die französische Genossenschaft Union Cristal und Nordzucker AG Fusionsabsichten hätten. Cristal Union mit Sitz in Erbstein dementierte diese Absichten sofort auf seiner Internetseite. „Cristal Union bestreitet formell, dass es keine Abkommen oder Vereinbarungen mit der deutschen Nordzucker-Gruppe gibt.“

Auch das Braunschweiger Unternehmen wehrt ab. „Da ist nichts dran“, sagte ein Nordzucker-Sprecher gegenüber agrarzeitung.de. Cristal Union und Nordzucker waren bis zum Jahr 2009 Partner des gemeinsamen Vertriebsunternehmen Eurosugar. Der Verbund hielt nur zwei Jahre.

Unter dem Dach von Cristal Union sind verschiedene Genossenschaften vereinigt mit insgesamt 9000 Mitgliedern. In der europäischen Rangliste liegt der französische Zucker- und Ethanolproduzent auf Platz fünf. Nordzucker ist Nummer zwei in Deutschland und Europa. Das Unternehmen ist in Polen und Skandinavien vertreten. Mögliche Engagements werden in Südostasien und Afrika gesehen.

Schon vor dem Ende der Zuckerquote in der EU im Oktober 2017 herrscht auf dem Zuckermarkt ein harter Strukturwandel. Niedrige Zuckerpreise und Einbrüche im Exportgeschäft schwächen die Unternehmensgewinne. Marktteilnehmer rechnen mit Fusionen sowie Fabrikschließungen bis zum Jahr 2020, wenn die Kräfte eines liberalen Marktes voll zur Wirkung kommen. (da)
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