Zustimmung zur Charta für Landwirtschaft und Verbraucher

Die geplante Charta für Landwirtschaft und Verbraucher stößt in der Agrarwirtschaft auf ein positives Echo. Bundesagrarministerin Ilse Aigner wird die Initiative den Agrarministern in Suhl vorstellen.  Die von der Bevölkerung gewünschte Wende in der Agrarpolitik ist bei den verantwortlichen Politikern angekommen. Dazu habe der von Aigner angestoßene offene Dialog zu den Perspektiven und Positionen von Landwirten und Verbrauchern beigetragen. Zwar wurden zum offiziellen Abschluss des Charta-Prozesses keine konkreten Ergebnisse von Aigner vorgestellt. Dennoch dürften künftig Tierschutz und transparente Lebensmittelproduktion in die von ihr geplante Charta aufgenommen werden, heißt es in einer Mitteilung von Bündnis 90/Die Grünen zur Abschlussveranstaltung des Charta-Dialogs.
 
In dieser Woche wurde die Diskussionsrunde zur Charta abgeschlossen. Agrarpolitiker sowie Branchenverbände lobten die Initiative von Aigner, die Gesellschaft mehr in die Diskussion zur Agrarpolitik einzubeziehen. "Durch die Diskussionen unter den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen leistet der Charta-Prozess einen wichtigen Beitrag zu mehr gegenseitigem Verständnis", sagte Manfred Nüssel, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), bei der Abschlussveranstaltung zur Charta vor Kurzem in Berlin. Für ihn ist es in Zukunft entscheidend, dass "wir mehr Vertrauen in unsere Tier- und Veredelungsproduktion schaffen." Das Bundesagrarministerium (BMELV) hatte in den vergangenen Monaten mit Experten und Vertretern verschiedener gesellschaftlichen Gruppen über Zielkonflikte einer modernen Landwirtschaft diskutiert.  

Aigner will heute zur Agrarministerkonferenz in Suhl die Charta für Landwirtschaft und Verbraucher vorstellen und inhaltlich diskutieren. Hierbei werden die intensive Tierhaltung, Spekulation von Agrarrohstoffen und Umweltschutz im Vordergrund stehen. In den kommenden Wochen wird das BMELV die Ergebnisse aller Diskussionen auswerten. Endgültig soll die Charta für Landwirtschaft und Verbraucher zur Internationalen Grünen Woche (IGW) im Januar 2012 in Berlin vorgestellt werden. (da)
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