Die DMK Group plant, die Werke in Recke und in Nürnberg zu schließen. Parallel sollen die Standorte Waldfeucht-Haaren, Everswinkel und Prenzlau mit einer Investitionssumme im zweistelligen Millionenbereich ausgebaut werden. Die Schließungen seien Teil des Werkstrukturkonzeptes des Tochterunternehmens DMK Ice Cream, teilte der Konzern mit.

In Recke bei Osnabrück soll nach derzeitigem Planungsstand der Betrieb noch bis Ende 2015 weiterlaufen. In Nürnberg sieht die Planung die Schließung für den Jahreswechsel 2017/18 vor. Allen Mitarbeitern an beiden Standorten sollen sozialverträgliche Lösungen oder eine Weiterbeschäftigung an einem der anderen Standorte der DMK Group angeboten werden. Um die Effizienz der Eisproduktion zu steigern, soll in die drei verbliebenen Standorte Haaren und Everswinkel (beide Nordrhein-Westfalen) und Prenzlau (Brandenburg) investiert werden. Der Aufsichtsrat und der Ausschuss für wirtschaftliche Angelegenheiten seien über den Stand der Planungen informiert. Der endgültige Beschluss über die Werkschließungen bedarf der Zustimmung durch den Aufsichtsrat.

DMK setzt weiter auf Speiseeis

DMK setze auf die Strategie, die Milch zu unterschiedlichen Produkten zu verarbeiten. Neben klassischen Molkereiprodukten wie Käse, Quark und Buttermilch gehört dazu auch die Herstellung von Milchpulver zum Beispiel für die Bereiche Ingredients, Babynahrung sowie Eis. „Das Russland-Embargo 2014 hat gezeigt, wie wichtig es ist, auf ein breites Portfolio zu setzen", betont DMK-Geschäftsführer Dr. Josef Schwaiger. (az)
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