Zwei Todesstrafen im Melaminskandal in China

1

Im Zusammenhnag mit den im Herbst 2008 nachgewiesenen Skandal um verunreinigtes Milchpulver in China sind heute zwei Todesurteile verhängt worden. Nach einem Bericht in der Zeitung ChinaDaily sei sie von einem lokalen Gericht in der Provinz Hebei ausgesprochen worden. Einer der Beschuldigten habe mit Melamin belastetes Proteinpulver hergestellt und verkauft. Der andere habe mit Melamin versetzte Nahrungsmittel hergestellt und vermarktet. Beide seien wegen der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit zur Höchststrafe verurteilt worden.

Das Gericht habe mitgeteilt, dass es insgesamt 12 Fälle am Donnerstag im Zusammenhang mit dem Melaminskandal bearbeitet habe. Neun weitere Personen würden an anderen lokalen Gerichten verhandelt. Neben den zwei Todesurteilen seien als weitere Urteile eine aufgeschobene Todesstrafe, drei lebenslange Haftstrafen sowie drei Haftstrafen zwischen fünf und fünfzehn Jahren verhängt worden.

Die Belastung von mit Melamin gestrecktem Milchpulver in China war im September 2008 aufgefallen. Es wird davon ausgegangen, dass etwa 300.000 Kleinkinder als Folge der Kontamination an Nierensteinen erkrankten. Bei mindestens sechs der Kinder seien die Folgen tödlich gewesen. (jst)

stats