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In der vergangenen Nacht wurde der BSE-Verdacht für zwei Rinder aus Bayern vom Deutschen Referenzzentrum für die BSE-Diagnostik an der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere in Tübingen bestätigt. Dies teilte heute das bayerische Gesundheitsministerium, München, mit. Die beiden Rinder stammen aus dem Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz und dem Landkreis Weilheim/Schongau. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigten BSE-Fälle in Bayern auf vier, in Deutschland auf insgesamt fünf.
Bei dem Rind aus Schongau handelt es sich um eine am 24 März 1994 geborene Kuh aus einem Bestand mit 35 Rindern. Das Tier war am 2. November 2000 wegen zentralnervöser Störungen eingeschläfert worden. Entsprechend dem von der EU vorgeschriebenen BSE-Überwachungsprogramm sind verendete und krank gwchlachtete Tiere auf BSE zu untersuchen, und zwar nach dem europaweit vorgesehenen histologischen Standardverfahren, das nach Mitteilung des Ministeriums zeitlich aufwändiger ist. Das am 29. November vorliegende Testergebnis war negativ. Eine anschließend durchgeführte immunhistochemische Untersuchung brachte am 19. Dezember einen positiven Befund, der nun durch Tübingen bestätigt wurde. Gesundheitsministerin Barbara Stamm wies den Vorwurf der Vertuschung oder Verschleierung mit großer Entschiedenheit zurück. Sie praktiziere eine Politik der Offenheit und der Transparenz, klare Befunde würden sofort der Öffentlichkeit mitgeteilt. (ED)
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