Ekosem Agrar

Zweiter Anlauf für Restrukturierung


Nachdem es beim ersten Mal nicht geklappt hat, sind die Gläubiger der beiden Anleihen mit einem Nennwert von 50 Mio. und 78 Mio. € am 16. März und 17. März 2016 nach in Wiesloch bei Heidelberg eingeladen, um zum weiten Mal über eine Laufzeitverlängerung der Anleihen zu entscheiden. Das Treffen wird notwendig, weil in der ersten Entscheidungsrunde das notwenige Quorum verfehlt wurde, teilte Ekosem mit. Die Ekosem-Agrar GmbH in Walldorf ist die deutsche Holdinggesellschaft der Ekoniva-Gruppe, eines der größten russischen Agrarunternehmen.

An den Abstimmungen ohne Versammlung in der Zeit vom 16. Bis 19. Februar hatten sich Anleihegläubiger, die Schuldverschreibungen in Höhe von 20 Prozent und 17 Prozent repräsentieren, beteiligt. Das war deutlich weniger als die gesetzlich vorgeschriebene Quote von 50 Prozent. Unter den Teilnehmern stimmten jeweils große Mehrheiten von 90 und 95 Prozent für eine Laufzeitverlängerung der Anleihen.

„Dass das Quorum von 50 Prozent wie in nahezu allen am Markt bekannten Fällen nicht erreicht wurde, liegt aus unserer Sicht vor allem an dem komplexen Abstimmungsprozedere sowie den Informationsbarrieren für ausländische Investoren", erklärte Wolfgang Bläsi, Geschäftsführer und CFO von Ekosem-Agrar. In den nun anstehenden zweiten Gläubigerversammlungen wird das Prozedere vereinfacht. Es besteht dann zudem die Möglichkeit, sich durch einen Bevollmächtigten vor Ort vertreten zu lassen. „Auch deshalb sind wir sehr zuversichtlich, in den Präsenzversammlungen die erforderliche Mehrheit der Anleihegläubiger – bei einem Quorum für die Beschlussfähigkeit von 25 Prozent – für unser Vorhaben zu gewinnen“, zeigt sich Bläsi optimistisch.

Seit Bekanntgabe der Pläne im Januar habe Ekosem im Dialog mit annähernd 200 institutionellen und privaten Anlegern viel Zustimmung für seine Pläne erhalten. Dies zeige sich an den hohen Quoten, die in den ersten Abstimmungen für die Verlängerung der Anleihen votierten. (SB)
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