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Den BSE-Verdacht bei einem vierjährigen bayerischen Rind hat das Deutsche Referenzzentrum für die BSE-Diagnostik an der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere in Tübingen bestätigt. In der Gehirnprobe des Tieres wurde das BSE-typische Prion-Protein nachgewiesen, teilte Bayerns Gesundheitsministerin Barbara Stamm gestern in München mit. Eine Schnelltestuntersuchung am Samstag vergangener Woche hatte den BSE-Verdacht ergeben. Die Probe stammte aus dem Schlachthof Furth im Wald, wo das Tier am 15. Dezember 2000 geschlachtet worden war. Das aus einem Betrieb im Landkreis Cham stammende Tier war am 12. März 1996 geboren worden.
Zudem gibt es in Bayern einen weiteren BSE-Verdachtsfall. Es handelt sich um eine am 24. März geborene Kuh aus einem Bestand im Landkreis Weilheim-Schongau, deren Hirnprobe positiv befundet wurde. Dieses Ergebnis wurde gestern Abend vom Landesuntersuchungsamt für das Gesundheitswesen Nordbayern (LUA Nord) mitgeteilt. Der Herkunftsbestand wurde gesperrt. Dieses Tier war am 2. November 2000 wegen zentralnervöser Störungen krank geschlachtet worden. Damit erhöht sich die Zahl der verbleibenden BSE-Verdachtsfälle in Bayern auf zwei. (ED)
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