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Das zweite Jahr in Folge macht in Tadschikistan die Dürre den Getreidebauern einen Strich durch die Rechnung. Wie die "Russische Business-Gaseta" aus der zentralasiatischen Republik berichtet, sind dort die Getreidebestände auf rund 40 Prozent der gesamten Anbauflächen wegen der akuten Trockenheit praktisch völlig verloren gegangen.

Die Regierung in Duschanbe appellierte an die heimischen Agrarproduzenten, alles Mögliche zu tun, um auch unter diesen Verhältnissen die Abhängigkeit des Landes von Getreideimporten zu mildern. Danach schränkten die Betriebe die Produktion von anderen Kulturen einschließlich der traditionellen Baumwolle zugunsten des Getreidebaus ein. Hierfür werden sogar die Berghänge genutzt, wo dann nur in Handarbeit geerntet werden kann.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das UN-Welternährungsprogramm (WFP) beschlossen, diesem Land wegen der dürrebedingten Missernte Hilfen in einem Umfang von insgesamt 136.000 t Lebensmittel und Saatgut zur Verfügung zu stellen. Damals gingen dort Weizenbestände auf mehr als einem Drittel der gesamten Anbauflächen verloren. (pom)
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