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Der Speisezwiebelmarkt ist ausgesprochen fest gestimmt. Hintergrund ist die knappe Warenverfügbarkeit, die die ohnehin stolzen Preise weiter nach oben treibt. In dieser Woche werden neuseeländische Zwiebeln für 68 €/dt franko gehandelt, schreibt die Kartoffelwirtschaft in ihrer heutigen Ausgabe. Für die kommende Woche gelten bereits 70 €/dt franko. Die Lagerbestände an Überseeware sind dünn. Die Importeure hangeln sich von Schiffslieferung zu Schiffslieferung und erwarten die letzten Ankünfte Ende Juni. Was zwischenzeitlich an Speisezwiebeln verfügbar ist, reicht knapp, um die Marktversorgung zu sichern.

Die ersten italienischen Speisezwiebeln aus neuer Ernte sind in diesen Tagen am deutschen Markt eingetroffen. Die Ware stammt aus Kalabrien und wird im Bigbag Lkw-weise für 60 €/dt franko Raum Rhein-Main-Neckar gehandelt. Kleinere Partien erfordern Aufschläge. Diese gelbschalige frühe Zwiebel ist zunächst nur für den Absatz auf den Großmärkten vorgesehen, doch das knappe Angebot am Zwiebelmarkt lässt auch schon Nachfrage aus dem Packbereich aufkommen. Alterntige holländische Lagerware steht zwar noch in einem Umfang von etwa 50.000 t bereit, doch diese Partien werden vom deutschen Markt nicht nachgefragt.(cd)

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