Das Land Niedersachsen zieht Zwischenbilanz für seinen Tierschutzplan und stellt Teilergebnisse vor.

Vor eineinhalb Jahren hat das Bundesland Niedersachsen einen Tierschutzplan verabschiedet, in dem 40 Ziele formuliert werden. Kurz vor der Landtagswahl zieht das Landwirtschaftministerium positive Bilanz.

So seien für die tiergerechte Haltung von Hühnern konkrete Regelungen zur Besatzdichte von Elterntieren erarbeitet worden. Außerdem wurde ein Katalog mit geeigneten Haltungsbedingungen für Legehennen erstellt, um auf das Schnabelkürzen verzichten zu können. Diese Maßnahmen werden auch schon umgesetzt, heißt es aus dem Ministerium.

Bei Puten sei ein Ausstieg aus dem Schnabelkürzen nicht so schnell umsetzbar. Daher werden hier züchterische Maßnahmen ergriffen. Bei Enten stehe die Erweiterung des Wasserangebots für die Gefiederpflege im Fokus. Bei den Moschusenten darf spätestens ab Ende dieses Jahres kein Schnabel mehr gekürzt werden.

Um das Schwanzbeißen bei Schweinen zu verhindern, werden im Rahmen von drei Pilotprojekten verschiedene Maßnahmen erprobt. Ein Frühwarnsystem soll den Tierhalter in die Lage versetzen, rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Ziel sei es, auf das Schwänzekupieren zu verzichten.

Um die Einhaltung der Anforderungen an eine tiergerechte Haltung überprüfen zu können, sind sogenannte Tierschutzindikatoren festgelegt worden. Damit werden objektive Rückschlüsse auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere möglich.

„Die positive Resonanz auf den Tierschutzplan, auch außerhalb von Niedersachsen, bestätigt mich darin, dass wir mit dem Tierschutzplan auf dem richtigen Weg sind.“, resümiert Landwirtschaftsminister Gert Lindemann. (hed)
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