Die ostdeutschen Bundesländer müssen die Datenerfassung zu den Agrarmärkten neu ordnen. Mit dem Ende der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) ist der Hauptlieferant von regionalen Agrardaten für die ostdeutschen Landwirtschaftsministerien ausgefallen. In den alten Bundesländern tun dies die Landwirtschaftskammern und Regierungspräsidien. Nun sind die ostdeutschen Bundesländer gefragt, ob sie die Datenerhebung selbst machen oder an Fremdfirmen vergeben wollen.

Mecklenburg-Vorpommern setzt sich für eine gemeinschaftliche Lösung der fünf Bundesländer ein, die auch gemeinsam finanziert werden soll. Dabei stoßen die Nordostdeutschen auf Widerstand bei anderen Ländern, die behaupten, dafür kein Geld zu haben. „Die Signale deuten jedoch darauf hin, dass jeder für sich marschiert", sagte die Sprecherin des Schweriner Agrarministeriums dieser Zeitung. Unterstützung erfährt Mecklenburg-Vorpommern aus Sachsen, das ebenfalls auf eine gemeinsame Initiative für die Agrardaten setzt. Sachsen-Anhalt will dagegen erst noch prüfen, welche Agrardaten nötig seien und wie sie erhoben werden können. (sta)
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