Zypern lädt die Agrarminister ein


Landwirte sollen sparsamer mit Wasser umgehen. Für effiziente Bewässerungssysteme fordert Zypern zusätzliche Förderung aus dem EU-Haushalt. Typische Probleme der Landwirtschaft auf der Mittelmeerinsel rücken in den Mittelpunkt des informellen EU-Agrarministertreffens, das am kommenden Sonntag in Nikosia beginnt.

Die Minister werden gefragt, mit welchen Maßnahmen Wasser gespart werden kann, ohne die Produktion einzuschränken. 21 Prozent des Ackerlandes in Zypern werden bewässert, informiert das vorbereitende Papier der Ratspräsidentschaft. In Griechenland seien es sogar 31 Prozent der Fläche.

Um den Bedarf an Lebensmitteln zu decken, müssten Landwirte Zugang zu den besten Bewässerungssystemen bekommen, fordert  Zypern. Investitionen sollten deshalb über die 2. Säule der GAP bezuschusst werden. Den Reformvorschlag der Kommission möchte die Präsidentschaft in dieser Richtung noch ausbauen.

Weiterhin warnt Zypern vor der zunehmenden Aufgabe von landwirtschaftlichen Nutzflächen. Wenn die Flächen versteppen, verschärfe dies in den heißen Mittelmeerländern die Waldbrandgefahr, betont die Präsidentschaft. Auch hier sollen Hilfen aus dem EU-Haushalt den Prozess aufhalten. (Mö)
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