Afrikanische Schweinepest

Belgien lässt Keulen


Die belgische Regierung will rigoros durchgreifen, um die ASP in den Griff zu bekommen.
Carsten Przygoda / pixelio.de
Die belgische Regierung will rigoros durchgreifen, um die ASP in den Griff zu bekommen.

Der belgische Landwirtschaftsminister greift durch. Tausende Hausschweine sollen gekeult werden.

Um die weitere Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern, sollen im Süden des Landes die ersten Keulungen starten. Der belgische Landwirtschaftsminister Denis Ducarme hat Medienberichten zufolge einen Erlass vorbereitet. Innerhalb des rund 63.000 ha großen Sperrgebietes, in dem die Afrikanische Schweinepest aufgetreten war, sollen die Schweinebestände getötet werden. Betroffen sein sollen rund 4000 Tiere in 58 landwirtschaftlichen Betrieben.

Vor knapp zwei Wochen war das Virus rund 60 Kilometer von der deutschen Grenze bei Wildschweinen in Belgien nachgewiesen worden. In der vergangenen Woche hatte sich die Zahl der Fälle auf neun erhöht. Hausschweine sind bisher nicht betroffen. Ducarme sicherte den betroffenen Landwirten Entschädigungen zu. Dennoch ist die Kritik der Bauernverbände scharf. Etliche Länder außerhalb der EU haben ihre Grenzen für belgisches Schweinefleisch bereits geschlossen.

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