Afrikanische Schweinepest

Moskau beschränkt Importstopp

 Russland sieht die Lage bei der Afriknischen Schweinepest (ASP) entspannt entgegen. Das Land rechnet nicht mit einer Verschärfung der Viruserkrankung und hat daher das generelle Importverbot für EU-Schweinefleisch aufgehoben.



Handelsbeschränkungen gelten laut eines Berichts des Nachrichtendienstes AIZ nur noch in Teilen Lettlands, Estlands, Litauens sowie Tschechiens und Italiens, wo die ASP noch ein Thema ist. Das Embargo, das seit 2014 bestand und welches Lebendschweine sowie Fleisch und weitere Schweinefleischprodukte aus der gesamten EU betraf, habe der Föderale Aufsichtsdienst für Tier- und Pflanzengesundheit Russlands (Rosselkhoznadzor) entsprechend der Vorgaben der Welthandelsorganisation (WTO) ausgesetzt, zitiert AIZ eine Sprecherin der Moskauer Behörde.

Wegen des weiterhin geltenden politischen Importstopps für zahlreiche Agrar- und Ernährungsgüter aus der Gemeinschaft erwarte Rosselkhoznadzor vorerst keine Verschärfung der ASP-Situation im Land; es sei jedoch zu beachten, dass im Falle einer Aufhebung des Embargos eine Gefahr für die russische Schweinehaltung entstehen würde, stellte sie laut AIZ klar. 
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