Afrikanische Schweinepest

Ständig neue Funde in Polen

Das Schweinepestgeschehen wütet in Polen weiter. Seit Dezember werden wöchentlich mehr als 100 neue Fälle registriert.

 

Wöchentlich meldet die Staatliche Veterinäraufsicht in Polen auf ihrer Website neue Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP). Eine aktuelle Analyse über einen längeren Zeitraum zeigt, dass in den ersten fünf Wochen des Jahres 2018 in 729 Wildschweinen die ASP nachgewiesen worden ist. Das waren mehr Tiere als von Januar bis November 2017 zusammen. Im Dezember 2017 sind dann die Funde nach oben geschnellt. Insgesamt sind 2017 in Polen 1.149 Schweine mit ASP registriert worden.

Karte: Staatliche Veterinäraufsicht
Die Landkarte der Nordosthälfte Polens, die am 5. Februar erstellt worden ist, zeigt das Ausmaß des Problems. Gelb markiert sind die Beobachtungszonen. Die roten Zonen weisen die Regionen mit konkreten Funden von Wildschweinen mit Schweinepest aus. Die blauen Zonen sind besonders heikel, weil hier auch Hausschweine mit Symptomen registriert worden sind.

Mittlerweile gibt es drei Gebiete, in denen die Schweinepest beunruhigende Ausmaße erreicht hat. Traditionell betroffen ist der große Ostteil des Landes an den Grenzen zu Weißrussland im Nordosten und zur Ukraine weiter südlich. Hinzugekommen ist im November 2017 die Region um Warschau. Neu seit Anfang 2018 sind Fälle östlich von Danzig in Ermland-Masuren. Fachleute vermuten, dass dort der Virus über die Grenze vom russischen Kaliningrad eingeschleppt wird.

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