Agra 2019

Baywa kauft Ökogetreide im Osten


Oliver Hofmeister und Jörg Migende (r.) stellen ihre Projekte für Ökolandbau und Technik auf der agra vor.
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Oliver Hofmeister und Jörg Migende (r.) stellen ihre Projekte für Ökolandbau und Technik auf der agra vor.

Der Münchner Konzern will die Vermarktung von Öko-Getreide in Ostdeutschland weiter ausbauen. Für die Errichtung von Wind- und Solarparks sucht die BayWa r.e. renewable energy GmbH Flächen in Ostdeutschland.

 „Wir wollen die Öko-Getreideerfassung in unseren Vertriebsgebieten weiter ausbauen", kündigt Jörg Migende, Leiter Agrar Vertrieb und Digital Farming am Donnerstag auf der Agra an. Dafür bietet das Unternehmen ein Rundumpaket von Betriebsmitteln und Vermarktung an. 130 Baywa-Standorte sind für den Handel mit Öko-Betriebsmitteln zertifiziert, 15 davon in Sachsen und Südbrandenburg. Mit der Eigenmarke InnoFert Öko N bietet die BayWa ab diesem Frühjahr einen neuen ökologischen Stickstoffdünger an. Öko-Schmierstoffe von Tectrol sowie speziell auf Öko abgestimmte Tierhygieneprodukte wie Bonimal H Hydrocare für sauberes Tränkewasser sind sowohl für den konventionellen als auch Bio-Betrieb geeignet.

Oliver Hofmeister, Leiter Technik, gab auf der Agra die Vertriebspartnerschaft zwischen der Baywa und der Kotte Landtechnik GmbH & Co. KG bekannt. Am 1. Juli startet die neue Vertriebspartnerschaft in Sachsen. „Mit Kotte stellen wir uns bei der Gülletechnik noch breiter auf, speziell in Hinblick auf die Anforderungen von Großbetrieben“, so Hofmeister in Leipzig.

Als weiteres Standbein könnte für Landwirte auf Brachflächen die Erzeugung von Ökostrom interessant sein. Die BayWa r.e. renewable energy GmbH entwickelt und realisiert Projekte im Wind-, Solar- und Bioenergiebereich. „Für die Errichtung unserer Wind- und Solarparks sind wir immer auf der Suche nach geeigneten Standorten und Flächen in Deutschland. Die ostdeutschen Bundesländer bergen große Potenziale für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien“, sagt Marie-Luise Pörtner, Geschäftsführerin der BayWa r.e. Wind GmbH auf der Agra in Leipzig. Bei der Verpachtung eigener Flächen profitiere der Landwirt mindestens 20 Jahre lang von einem fixen Nutzungsentgelt. Darüber hinaus seien zusätzliche Einnahmen möglich, zum Beispiel wenn der Landwirt in diesem Zeitraum die Grünpflege in Dienstleistung übernimmt. Interessant für Solarparks sind bereits Flächengrößen ab sieben Hektar, für Windenergieanlagen sollten die Grundstücke in einem Abstand von mindestens 800 Metern zur nächsten Wohnbebauung liegen.

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