Agrarchemie

Syngenta verschwindet von der Börse

Zum letzten Mal können Aktien der Syngenta AG am 5. Januar gehandelt werden. Dann endet die Börsengeschichte und es beginnt die Ära mit chinesischem Eigentümer.

 

Die Schweizer Börsenaufsicht hat das Delisting der noch im Handel befindlichen Aktien der Syngenta AG genehmigt. Nach den letzten Handelstagen in der ersten Januarwoche verschwindet das Papier der Syngenta AG am 8. Januar vom Kurszettel der Schweizer Börse. Die verbleibenden Aktionäre, die nicht an den neuen Besitzer ChemChina verkauft haben, erhalten dann den im Jahr 2017 für die Übernahme vereinbarten Preis von 465 US-$/Aktie.

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Syngenta war im Jahr 2000 aus der Zusammenlegung der Agraraktivitäten der früheren Schweizer Novartis und der britisch-schwedischen Astra Zeneca entstanden. Der kumulierte Umsatz betrug damals rund 7,9 Mrd. US-$, von dem der Großteil im Pflanzenschutzgeschäft erzielt wurde. In den Folgejahren stärkte die Syngenta AG die Saatgutsparte und baute den Konzernumsatz bis 2016 auf 12,8 Mrd. US-$ aus. Seit dem Jahr 2017 ist Syngenta ein Tochterunternehmen von ChemChina. Da der chinesische Staatskonzern ebenfalls Eigentümer des Pflanzenschutzanbieters Adama ist, hat die EU-Kommission die Übernahme von Syngenta durch ChemChina an hohe Auflagen geknüpft.

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