Agrarexporte

Unsicherheit belastet Ausfuhrgeschäft


Der Export von Agrargütern aus Deutschland steht unter Druck. In den letzten Monaten des Jahres 2018 werden bremsende Faktoren erkennbar. Die Branche verlangt mehr Unterstützung aus der Politik.

Die Ausfuhr deutscher Agrarprodukte und Lebensmittel sowie Landtechnik im Jahr 2018 liegt voraussichtlich um 1,4 Prozent unter den Vorjahreszahlen, berichtet die German Export Association for Food and Agriculture (Gefa). Das Gesamtvolumen beziffert wird mit 77,2 Mrd. € beziffert. Zwar konnte die Branche ihre Position als drittstärkste Exportnation trotz schwieriger Wettbewerbsbedingungen halten, führte Gefa-Sprecher Willi Meier auf dem gestrigen Jahresgespräch der Organisation in Berlin aus. Dennoch werde deutlich, dass bestehende und neue Unsicherheiten das Geschäft der Exporteure in der Zukunft erheblich erschweren würden.

Für die Ausfuhren in Drittländer wird ein Rückgänge um 6,3 Prozent verzeichnet. So sanken die Ausfuhren nach Asien und Afrika für Fleischwaren und Molkereiprodukte deutlich. Beachtlich sei jedoch der anhaltende Zuwachs der Ausfuhren nach Russland, führte Meier aus. Sie liegen mit einem Anstieg auf 829 Mio. € um gut sechs Prozent über dem Vorjahr.

Für Spannung sorgen seinen Aussagen die Entwicklungen um den "Brexit". Denn Großbritannien sei für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft aktuell der fünftstärkste Exportmarkt. In den ersten zehn Monaten 2018 hätten die deutschen Hersteller Waren im Wert von etwa 3,8 Mrd. € dorthin exportiert. Im Gegenzug seien Güter von 1,2 Mrd. € importiert worden.

Unbedingt notwendig zur Stabilisierung des Exportgeschäfts sei die Unterstützung aus der Politik, appellierte Meier. Dazu gehöre auch die Präsenz hoher politischer Vertreter beispielsweise auf Auslandsmessen. "Je höher im Rang, umso besser", sagte Meier. Dies würde besonders in Asien eine enorme Wirkung zeigen. Andere Länder würden, soweit vorhanden, sogar Königinnen oder Könige entsenden.   




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