agrar|marketing|tage: Vorteile der Industrieproduktion kommunizieren


Wer Lebensmittel vermarktet, sollte von der Idylle Abstand nehmen. Manche Prozesse bleiben schwer zu vermitteln.

Verbraucher verbinden Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion oftmals noch mit kleinbäuerlichen Strukturen, die eigentlich der Vergangenheit angehören. Wer als Nahrungsmittelhersteller Milch mit Kühen und einer Sennerin im Dirndl auf der Alm bewirbt, baue dieses Trugbild mit auf, sagte Prof. Ulrich Nöhle, Berater und Medientrainer, heute auf den agrarmarketingtagen der agrarzeitung in Berlin. Der Melkroboter bilde die heutige Milchproduktion viel besser ab, betont er.

Nöhle plädiert dafür, die Vorteile der industriellen Nahrungsmittelproduktion in der Kommunikation nach außen hervorzuheben. Als Beispiele nennt er die Anwendung von Bodenschutzmitteln, effiziente Erntemethoden sowie auch eine klare Erläuterung des Schlachtvorgangs.

Nöhle räumt ein, dass manche Stadien im Prozess der Nahrungsmittelkommunikation schwer kommunizierbar seien, wie etwa "der Maststall vor dem Ausstallen". Seine Empfehlung an die Industrie: "Wenn Sie nicht kommunizierbare Zustände bei sich finden, dann müssen sie diese ändern." (az)
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