Agrarmaschinen

Hersteller mit kräftigem Umsatzplus


Die Branche wirtschaftet 2017 sehr erfolgreich. Landwirte haben einen großen Nachholbedarf.


Ein außerordentlich gutes Geschäftsjahr liegt hinter den in Deutschland produzierenden Landmaschinen- und Traktorenherstellern. Mit einem kräftigen Umsatzplus von 10 Prozent auf 7,9 Mrd. € erreichte die Branche 2017 das zweitbeste Jahresergebnis aller Zeiten. „Innovative Agrartechnik ist gefragt wie schon lange nicht mehr“, so Dr. Bernd Scherer, Geschäftsführer des VDMA Landtechnik in Frankfurt a.M. Erfreulich hohe Milchpreise von teilweise mehr als 40 Cent/kg seien „der wichtigste Auslöser des jüngsten Investitionsschubs in der Landwirtschaft“.

Dass der Aufschwung 2017 auf einem stabilen Fundament beruht, zeigt Scherer zufolge die branchenweit florierende Auftragslage. Im Durchschnitt habe der Auftragsbestand während des gesamten Jahres einer Produktionsdauer von annähernd drei Monaten entsprochen. Entsprechend positiv hätten sich die Investitionsplanungen der Landwirte entwickelt. Im europäischen Durchschnitt seien die Einkommen im vorigen Jahr laut ersten Schätzungen der europäischen Statistikbehörde Eurostat um 8 Prozent gestiegen.

Osteuropa führt Wachstumsspitze an

Bereits im zweiten Jahr in Folge liefen die Landtechnikgeschäfte in den osteuropäischen Flächenstaaten Russland und Ukraine besonders gut. Im Jahr 2017 ist das Russlandgeschäft der deutschen Exporteure den Angaben zufolge um 30 Prozent auf 500 Mio. € gewachsen; in der Ukraine lag die Zuwachsrate auf demselben Niveau.

Für 2018 rechnet der VDMA mit anhaltend stabilen Verhältnissen. Dabei dürften die heimischen Landtechnikstandorte für ein Produktionsvolumen von insgesamt 8 Mrd. € sorgen.

 

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