Agrartechnik

Biodiesel erfüllt Abgasnorm


Forscher untersuchen das Betriebsverhalten eines Traktormotors mit dem alternativen Treibstoff. Deutz erteilt die Freigabe.

 

Die Landwirtschaft ist besonders betroffen durch den Klimawandel und zugleich gefordert, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. In der Landwirtschaft werden jährlich etwa 1,6 Mio. t Dieselkraftstoff eingesetzt. Damit ist nach Ansicht der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (Ufop) das Reduktionsoptimum erreicht. Die Ufop erwartet, dass der Kraftstoffverbrauch  tendenziell eher steigen wird, weil geänderte Zulassungen für Pflanzenschutzmittel einer reduzierten Bodenbearbeitung entgegenstehen und Unkräuter zunehmend mechanisch bekämpft werden müssen.

Aufgrund des hohen Leistungsbedarfs für die Pflugarbeit und bei Einsatz von Gerätekombinationen für die Feldbearbeitung sei eine Elektrifizierung der Antriebe in diesem Segment absehbar nicht möglich. Die „Defossilisierung“ des Antriebs müsse daher über den Kraftstoff im Fahrzeugtank und über die bestehende Logistik erfolgen. Es liegt für die Ufop nahe, dass die Landwirtschaft – wie Jahrhunderte zuvor – ihre Energie selbst produziert und verwendet.

Nachhaltig zertifizierter und treibhausgasoptimierter  Biodiesel aus Rapsöl weist als genormter Kraftstoff (DIN EN 14214) die geforderten Merkmale auf und ist zudem im Havariefall biologisch leicht abbaubar, betont die Ufop. Aber auch mit Biodiesel müssten die höchsten emissionsrechtlichen und motortechnischen Anforderungen erfüllt werden. Dieser Nachweis ist Voraussetzung für die erforderliche Freigabenerteilung durch die Motorenhersteller.

Diese Anforderungen konnten in einem umfangreichen Projekt der Universität Rostock nachgewiesen werden, das in Kooperation mit der Deutz AG zum Thema „Betriebsverhalten eines Traktormotors der Abgasstufe EU IV im Biodieselbetrieb“ durchgeführt wurde. Deutz habe inzwischen die Freigabe erteilt.

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