Agrartechnik

Digitaler Landbau birgt Potenzial

Die Hersteller von Ackergeräten in der EU ziehen für 2017 eine positive Bilanz. Künftiger Markterfolg setzt neue Maßstäbe.

 

Die europäischen Märkte für Ackerbaugeräte haben sich 2017 vom Einbruch des Vorjahres erholt und entwickeln sich positiv. Der Abwärtstrend der vorangegangenen vier Jahre endete insbesondere bei Saat-, Dünge- und Pflanzenschutztechnik, teilte der Europäische Dachverband der Landmaschinenindustrie (Cema) in Brüssel mit. Das Umsatzvolumen mit diesen drei Technikarten summierte sich 2017 auf 1,50 (Vorjahr: 1,37) Mrd. €. Auch das Segment Bodenbearbeitung konnte nach einem schwachen Jahr 2016 (1,67 Mrd. €) zuletzt wieder auf 1,84 Mrd. € zulegen.

Laut den vorläufigen Berechnungen belief sich das Marktvolumen der Ackerbautechnik in der EU im vorigen Jahr somit auf rund 3,34 Mrd. € und erreichte damit ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dank gut gefüllter Auftragsbücher erwartet der Brüsseler Dachverband 2018 "zumindest für die ersten sechs Monate" einen weiteren Aufwärtstrend.

Osten kompensiert Schwäche in Frankreich

Es bleibe weiterhin Osteuropa, das eine hohe Nachfrage nach Bodenbearbeitungsgeräten, Sämaschinen, Düngerstreuern und Pflanzenschutzgeräten aufweist. Die wachsenden Märkte in Rumänien und in der Ukraine sowie nicht zuletzt die Markterholung in Polen hätten den anhaltend schwachen Markt in Frankreich kompensiert.


Die digitale Landwirtschaft berge große Wachstumsmöglichkeiten für den Agrartechniksektor. Cema geht davon aus, dass sich die zukünftige Entwicklung des Markts weniger auf gestiegene Maschinengrößen, Arbeitsbreiten und -volumina konzentrieren wird. Vielmehr gebe es ein enormes Potenzial für Innovation und Effizienz durch den Einsatz von elektronischen und digitalen Lösungen mit dem Ziel einer umweltgerechten, effizienten Anwendung.  


Die Cema-Produktgruppen setzen sich aus führenden europäischen Herstellern von Traktoren, Mähdreschern und Geräten für den Ackerbau sowie für die Ernte von Futter und Heu zusammen.

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