Agrartechnik

Irische Exporte steigen


Das Land sucht sich neue Marktpartner. Treibende Kraft ist dabei der Brexit.

Als Folge des nach wie vor unklaren EU-Austritts der Briten verlagern irische Agrartechnikfirmen ihre Lieferungen zunehmend in die EU. Laut dem Central Statistics Office entfallen 51 Prozent der irischen Ausfuhren auf den europäischen Markt; 7 Prozent davon gehen nach Deutschland, einer der wichtigsten Exportmärkte Irlands.


Als Reaktion auf den Brexit unterstützt Enterprise Ireland, die staatliche Handels- und Innovationsagentur des Landes, ihre Klienten derzeit verstärkt, die Exportabhängigkeit vom Vereinigten Königreich zu verringern. Ziel sei es, die Ausfuhren insgesamt in den europäischen Markt bis 2020 um 50 Prozent zu steigern. Im Jahr 2018 haben sich diese laut der Agentur bereits um 8 Prozent auf 4,8 Mrd. € erhöht. Hierdurch ist die Eurozone Irlands zweitgrößter Exportmarkt, nach dem Vereinigten Königreich; innerhalb der Eurozone liegt Deutschland Enterprise Ireland zufolge auf Platz eins.

In der Agrartechnik fließe zur Wettbewerbssicherung ein Großteil der langfristigen Investitionen in Forschung und Entwicklung – insbesondere in die Digitalisierung der Landwirtschaft. Mit Erfolg: Irische Agrartechnikhersteller exportierten bereits Geräte und Waren im Wert von mehr als 250 Mio. € pro Jahr. Ein „Exportschlager“ sei das irische Unternehmen Dairymaster, welches bereits auf dem deutschen Markt etabliert ist. 2018 gewann der Milchtechnikhersteller für sein ‚Mission-Control-System‘ zur Optimierung von Melkkarusselllaufzeiten den Innovation Award in Silber auf der Eurotier in Hannover.

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