Agrartechnik

Lemken spürt Aufschwung am Markt

Die Geschäfte laufen für das Unternehmen aus Alpen zuletzt flott. Russland wird interessanter.

 

Das weltweite Geschäftsumfeld für Landtechnik hat sich erholt – für Lemken brachte die Saison 2017 mit insgesamt 360 Mio. € Gruppenumsatz einen Zuwachs von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders gut liefen die Umsätze in Osteuropa, teilte das Familienunternehmen mit. Der Exportanteil lag bei 77 (Vorjahr: 74) Prozent.

Der Aufschwung bezieht sich den Angaben zufolge auf nahezu alle Länder. Die überwiegend wieder besseren Getreide- und Milchpreise versetzten die Landwirte in Investitionsstimmung. Besonders hoch war die Nachfrage nach Landmaschinen aus Alpen in der Ukraine und in Russland. Auch in den Überseemärkten Kanada und USA konnte der Umsatz zweistellig ausgebaut werden. Gute Absatzzahlen kann Lemken außerdem aus Tschechien, Ungarn sowie Polen vermelden. Erwartet schwierig sei die Nachfrage auf dem wichtigen französischen Markt gewesen, wo unzureichende Ernten und Preise die Investitionslaune bremsten.

Auch über alle Produktgruppen gesehen entwickelten sich die Umsätze positiv. Besonders deutlich war das Wachstum bei Pflügen und Kurzscheibeneggen. Genauso erfolgreich ließen sich Sämaschinen, Grubber sowie  Feldspritzen verkaufen.

Blick auf 2018 positiv

Im aktuellen Berichtszeitraum hat das Familienunternehmen knapp 7 Mio. € investiert; nach umfangreichen Erweiterungsmaßnahmen in den vergangenen drei Jahren ging es diesmal vornehmlich um neue Maschinen und Werkzeuge. Für 2018 sind weitere große Projekte zur Optimierung der Produktionsabläufe und damit der Qualität und Zuverlässigkeit geplant.

Auch der Ausblick auf 2018 ist laut Lemken positiv. Der "sehr gute" Auftragseingang zum Jahresanfang lasse auf ein weiteres Wachstumsjahr hoffen. In Osteuropa, vor allem Russland, könne weiter von einem „riesigen“ Bedarf an moderner Landtechnik ausgegangen werden. Deshalb prüft Lemken die Möglichkeiten einer Fertigung vor Ort, um diesen Markt einfacher und besser bedienen zu können.

 

stats