Agravis

Futterpanne zieht weitere Kreise

Nach Geflügel- und Eierbetrieben ist belastetes Futter aus dem Agravis-Werk in Ostwestfalen auch bei Schweinehaltern aufgetaucht. Es handelt sich bislang um eine kleine Anzahl von Betrieben. 

Schweinehalter aus Niedersachsen haben möglicherweise mit nicht-dioxin-ähnlichem PCB (ndl-PCB) kontaminierte Futtermittel aus Nordrhein-Westfalen erhalten. Das teilte das niedersächsische Landwirtschaftsministerium am Donnerstagabend mit.

In den Landkreisen Diepholz und Osnabrück sind demnach drei Betriebe betroffen. Das Futtermittel stammt aus einem Werk in Minden. Die weiteren Nachforschungen über den Verbleib des Futters und eventuell betroffene Tierbestände erfolgen durch die Futtermittel-Überwachung des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES).

Von den Futtermittellieferungen aus Nordrhein-Westfalen waren bislang auch Geflügelbetriebe in Niedersachsen betroffen. Die Kontamination des Futters soll durch Lackabsplitterung in Verladesilos erfolgt sein. 

Die verunreinigte Ware stammt aus dem Agravis Mischfutterwerk Ostwestfalen-Lippe in Minden. Bislang waren rund 80 Geflügel- und auch Eierbetriebe in mehreren Bundesländern von der Futterpanne betroffen, darunter Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Die Behörden gehen bislang nicht von einer Gesundheitsgefährdung für Verbraucher aus - einige Betriebssperren sind zwischenzeitlich wieder aufgehoben worden. 

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