Anbauschätzung 2018

Rapsfläche leicht rückläufig

Vor allem in Norddeutschland wurde weniger Raps gedrillt.
Daphne Huber-Wagner
Vor allem in Norddeutschland wurde weniger Raps gedrillt.

Mit 1,283 Mio. ha  wurde im August/September dieses Jahres 1,9 Prozent oder auf 24.000 ha weniger Winterraps ausgesät bezogen auf die Erntefläche 2017. Diese Zahlen veröffentlichte heute auf der Agritechnica die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (Ufop). Witterungsbedingt ging im Hauptanbauland Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen der Umfang des Winterrapsanbaus zurück. Mehr Raps bauten Landwirte dafür in Bayern und Rheinland-Pfalz an. Die Umfrage führte das Agrarmarktforschungsinstitut Kleffmann Group im Auftrag der Ufop durch. Basis der Flächenschätzung ist eine Befragung von rund 1.400 Raps-Landwirten. Bis zum Ende der Befragung im Oktober mussten aufgrund ungünstiger Witterung jedoch 3.900 ha umgebrochen werden, sodass aktuell von einer Anbaufläche von
rund 1,279 Mio. ha auszugehen ist, teilt die Ufop mit.

Obwohl die Landwirte nach der späten Getreideernte und dem vielen Regen ihre ursprünglichen Anbaupläne nicht immer realisieren konnten, bleibt Mecklenburg-Vorpommern mit einer Aussaatfläche von 204.500
ha das wichtigste Anbaugebiet in Deutschland. Allerdings ist der Flächenrückgang mit 21.300 ha oder 9,4 Prozent gegenüber Vorjahr besonders krass ausgefallen. Auch in Schleswig-Holstein waren viele Flächen unbefahrbar, so dass  Landwirte 17.000 ha oder 17,4 Prozent weniger Raps ausäen konnten als im Herbst 2017. Eine niedrigere Aussaatfläche meldet auch Niedersachsen. Der Agrarhandel stellt sich hier schon jetzt auf geringere Erfassungsmengen ein.
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