Animal Protein Outlook 2020

Rabobank rechnet mit guten Erlösen

Mit dem Einbruch der Produktion in China ergeben sich für die Produzenten in anderen Ländern unerwartete Vermarktungschancen.
Bild: Pixabay / BlackRiv
Mit dem Einbruch der Produktion in China ergeben sich für die Produzenten in anderen Ländern unerwartete Vermarktungschancen.

Für das  Jahr 2020 sieht die Rabobank für die Fleischproduktion große Chancen und einige Risiken. Stabile Futtermittel- und hohe Fleischpreise ermöglichen gute Margen.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) wird auch im kommenden Jahr auf den internationalen Märkten für tierisches Eiweiß das beherrschende Thema bleiben. Zu diesem Schluss kommt die Rabobank in ihrem Animal Protein Outlook 2020. Für Unsicherheit sorgen daneben die Handelsstreitigkeiten, allen voran der Konflikt zwischen den USA und China. Nachhaltigkeitsthemen würden dadurch zwar kurzfristig an Bedeutung verlieren, aber dennoch mittelfristig die Produktion und den Verbrauch beeinflussen.

Bei den Futterkosten sehen die Analysten der Rabobank wegen des reichlichen Angebotes keine großen Bewegungen. Allerdings könnten Wetterrisiken in bestimmten Regionen zu Ungleichgewichten führen. Die relativ günstigen Preise für Getreide und pflanzliche Eiweißkomponenten ließen ein gutes Jahr für die Margen in der Tierproduktion erwarten. Dies berge aber auch die Gefahr einer Überproduktion.

Preise für Schweinefleisch in China verdoppelt

Wegen der ASP werde die Produktion von Schweinefleisch in China im kommenden Jahr weiter sinken und für ein hohes Preisniveau sorgen. Aktuell seien die Preise für Schweinefleisch in China doppelt si hoch wie vor einem Jahr. Erst ab der zweiten Jahreshälfte 2020 sei eine Erholung des chinesischen Schweinebestandes zu erwarten. Vom Einbruch beim Schweinefleisch profitieren in China andere Fleischarten. Ein ähnliches Szenario sieht die Rabobank in den südostasiatischen Ländern, wo bei einer weiteren Ausbreitung der ASP mit einem starken Anstieg der Geflügelproduktion gerechnet wird.

Europa profitiert von Nachfrage in Asien

Die steigende Nachfrage in Asien verhilft der europäischen Produktion von Schweine- und Geflügelfleisch zu weiterem Wachstum. Bei Rindfleisch dagegen werde der nachlassende heimische Konsum in der Europäischen Union zum Rückgang der Produktion führen. Für Nordamerika und Brasilien rechnen die Autoren mit Wachstum bei allen Tierarten. Dort nehme sowohl der heimische Konsum als auch die Auslandsnachfrage zu. Steigende Chancen im Export seien vor allem in Brasilien der Treiber der Entwicklung. Aber auch für die USA und Kanada sieht die Rabobank wachsende Exportchancen.  

In Australien waren die Viehbestände bis 2019 wegen einer langen Dürreperiode abgestockt worden. Für 2020 rechnet die Rabobank in Australien und Neuseeland mit einer stabilen Rind- und Schaffleischerzeugung, die bei attraktiven Preisen auch wieder steigen könnte.

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