Auf drei Hallen verteilen sich die 1.000 Aussteller der Anuga Meat auf dem Kölner Messegelände.
Foto: Harald Fleissner / Koelnmesse
Auf drei Hallen verteilen sich die 1.000 Aussteller der Anuga Meat auf dem Kölner Messegelände.

Die Anuga reserviert drei Hallen für Fleisch, Wurst und vegane Ersatzprodukte. Aufgrund anhaltender Nachfrage entstehen zusätzliche Abnehmermärkte für EU-Produzenten in Wachstumsregionen wie Nord- und Südamerika sowie Asien.

Erneut bringt die Anuga Meat, die vom 5. bis 9. Oktober stattfinden, das Who-is-Who der internationalen Fleischwirtschaft in Köln zusammen. Mit über 1.000 Ausstellern aus 50 Ländern ist die weltweit größte Messe für Fleisch, Wurst und Geflügel hervorragend aufgestellt. Um den Wünschen der Verbraucher nach gesunder Ernährung, Regionalität, Nachhaltigkeit sowie Tierwohl gerecht zu werden, stehen laut Messegesellschaft auf der diesjährigen Anuga Meat neben Fleisch, Wurst und Geflügel auch vegane und vegetarische Fleischalternativen sowie pflanzliche Ersatzprodukte mit Proteinen im Fokus.

Sie stellen die gesamte Bandbreite der Fleischproduktion in ihren verschiedenen Verarbeitungsstufen dar: von unverarbeiteten Fleischwaren über Fleischzubereitungen und Convenience-Produkte bis hin zu feinen Fleisch- und Schinkenwaren sowie regionalen Spezialitäten. Auch Anbieter von In-vitro-Fleisch beziehungsweise Clean Meat wie Moving Mountains werden vertreten sein. Die Untersegmente teilen sich auf drei Hallen auf, um den Fachbesuchern mehr Orientierung zu geben: Halle 5.2 Fleischwaren, Halle 6 Rotfleisch, Halle 9 Geflügel und Rotfleisch.


Die steigende Teilnahme an Anbietern in der Anuga Meat zeigt, dass für die internationale Fleischwirtschaft der Export weiterhin einen zentralen Stellenwert einnimmt. Die Erschließung neuer Marktpotenziale ist dabei besonders wichtig. Aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach Fleischwaren entstehen daher zusätzliche Abnehmermärkte für EU-Produzenten in Wachstumsregionen wie Nord- und Südamerika sowie Asien. Auch aus Nord- und Südamerika werden weiterhin zahlreiche Fleischprodukte in die ganze Welt geliefert. Mit steigender Konkurrenz der Erzeuger kommt es dementsprechend zu Marktkonsolidierungen und fortlaufender Sicherung von Marktanteilen. Bei den Absatzkanälen spielt der Außer-Haus-Markt neben den Abnehmern aus dem Handel eine zunehmende Rolle.

Verbraucher legen Wert auf Regionalität und Nachverfolgbarkeit der Lebensmittel und setzen sich weiterhin mit Themen wie Tierwohl und Tierschutz auseinander. Die von Innova Market Insights weltweit registrierten Produktneueinführungen im Bereich Fleisch spiegelten diesen Trend in den letzten Jahren ebenfalls wider. Auch eine Zunahme von Markteinführungen von Fleischprodukten mit einer ethisch korrekten Positionierung um mehr als zehn Prozent deutet darauf hin.

Ein weiterer wichtiger Trend ist die Zunahme pflanzlicher Alternativen und Fleischersatzprodukte, mit denen auch der wachsende Markt sogenannter Flexitarier bedient wird. Die Gründe für einen eingeschränkten Konsum ähneln im Allgemeinen denen, die ursächlich sind für den Fleischverzicht der Vegetarier, das heißt eine Mischung aus gesundheitlichen und umweltbezogenen Gründen wie der Schonung von Ressourcen.

Diese Trends fördern, dass sich die Fleischabteilung in Richtung einer Proteinabteilung entwickelt, in der alternative Proteinquellen auf der Grundlage von Soja, Weizen oder Erbsen und vielem mehr angeboten werden. Die Fleischindustrie reagiert auf diese Entwicklungen, so dass viele Produzenten jetzt auch vegetarische Alternativen zu ihrem Standardangebot produzieren und vermarkten.

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