Aussaat

Nässe lässt Landwirte kapitulieren


Ergiebige Niederschläge erschweren in Niedersachsen die Feldarbeit. Auf etlichen Äckern im Lande haben die Landwirte vor der Witterung des Jahres 2017 kapituliert.

Seit Erntebeginn haben immer wieder ergiebige Niederschläge die Feldarbeiten erschwert und zuletzt sogar unmöglich gemacht. Die Zuckerrübenernte ist in Niedersachsen längst nicht so weit fortgeschritten, wie es sein sollte, berichtet der Landvolk Pressedienst (LPD). Überall im Land seien noch einzelne Kartoffel- oder Siolomaisfelder abzuernten. Auch die nachfolgende Herbstbestellung wurde ein ums andere Mal mit der Hoffnung auf eine grundlegende Wetteränderung vertagt und schließlich für dieses Jahr aufgegeben, so die Mitteilung.

„Von einem goldenen Herbst haben wir Landwirte nichts mitbekommen, wir würden ihn eher als rostig bezeichnen“, schildert Jürgen Hirschfeld die Stimmungslage. Der Landwirt aus dem Harz ist im Landvolk Niedersachsen Vorsitzender im Ausschuss pflanzliche Produkte. Wo jetzt noch Kartoffeln in der Erde liegen, muss die Hoffnung auf eine Ernte aufgegeben werden. Diese Felder müssten vielmehr im Frühjahr über entsprechende Bodenbearbeitung aufwändig für eine Neuansaat hergerichtet werden.

Bei Silomais hoffen die Bauern auf einige frühe Frosttage und darauf, dass die Felder dann die Erntemaschinen wieder tragen können. Auch Saatgut für die Herbstbestellung wurde laut LPD bereits wieder zurückgegeben. Statt des ertragreichen Wintergetreides müssen betroffene Landwirte auf den erneut hergerichteten Flächen auf Sommerfrüchte wie Sommergerste oder -weizen sowie Kartoffeln, Mais oder Rüben umgeschwenken. Allerdings müssen diese Kulturen dann auch in die Fruchtfolge passen. Das Jahr 2017 werde den Landwirten nicht nur als nervenaufreibend in Erinnerung bleiben. "Es wird mit niedrigeren Erträgen auch deutliche Spuren in den Bilanzen hinterlassen", so die Einschätzung des LPD.
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